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Zazenzeiten
Mo geschlossen
Di 7.3019.30
Mi 7.30
Do 7.30 20.30
Fr 7.3019.30
Sa 18.00
So 11.00
Kusen
Kusen von Anna Seisen Wassermeyer, gehalten am 25.10.2005 zum Morgenzazen. (Unkorrigiert)
[ Stille ] "Elan vital", wenn Sie sich auf die Ausatmung konzentrieren, mit den Knien gut in den Boden drücken, den Nacken strecken und die Wirbelsäule aufrichten und Ihr Geist zur Ruhe kommt, dann befreit sich Ihr Lebensschwung, das schreibt schon Meister Wanshi. Er schreibt in einem erstaunlich technischen Bild, aber die alten Chinesen waren ja weit entwickelt: "Die Antriebsfeder deblockieren" Wenn man die Antriebsfeder deblockiert, dann macht das "woing!", dann geht das richtig los. Ein waches präsentes Zazen. [ Stille ] [Beim Kinhin:] Konzentrieren Sie sich auch auf die Wurzel der kleinen Zehe, seien Sie ganz präsent in Ihren Füßen. [ Stille ] "Praxis und Alltag", haben die beiden Zen-Schüler, Wolke-des-Mitgefühls und Glückliche-Wolke auf die Plakate für den Zen-Vortrag geschrieben, der in drei Wochen sein soll im Zusammenhang mit einer Offenen-Tür-Veranstaltung im Dojo. Darüber wollt ich zwar eigentlich nicht vortragen. Praxis und Alltag, das ist ganz schnell gesagt. Wenn wir praktizieren wollen, müssen wir Praxis und Alltag zusammen bringen, es gibt keine andere Möglichkeit. Es gibt den Sonderfall, den Alltag zu verlassen, aber das ist nur eingeschränkt zu empfehlen, in gewisser Weise gar nicht. Die Praxis und den Alltag zusammen zu bringen, das ist schwer, aber Sie müssen es schaffen, und immer wieder, immer wieder, in jeder Situation, an jedem Scheideweg, wo Sie von der Praxis abkommen könnten, muß Bodaishin stärker sein als das Ego. Wenn das Ego stärker ist, dann: "Wiedersehen Praxis". Aber wenn Sie ein Kesa haben oder ein Rakusu, haben Sie Chancen, daß es Sie zurückbringt, das habe ich schon oft gesehen. [ Stille ] Dogen fährt fort: In einem weit abgelegenen Land wie Japan, im Zeitalter des letzten Dharmas, scheren sich die Menschen Bart und Haare und nennen sich die Schüler Buddhas, aber sie empfangen und bewahren das Kesa nicht. Sie glauben und verstehen nicht und es ist ihnen auch nicht klar, daß sie das Kesa empfangen und bewahren sollten. Sie sind zu bedauern. Wie viel weniger noch, könnten sie das Material, die Farbe, die Maße des Kesa kennen und noch weniger können sie wissen, wie man es trägt. So weit Dogen. Das letzte Dharma, im Zeitalter des letzten Dharma. Es gibt ein Denken, daß innerhalb 500 Jahren nach Buddha das Dharma geblüht hat. Dann stellt man sich 1000 Jahre vor, die Zeit, die so genannte Zeit des nachgemachten Dharma, eine Zwischenzeit, wo es das Dharma schon noch gab, aber nicht überall stark, nicht überall echt. Und dann stellt man sich 10000 Jahre vor, wo das Dharma zerfällt, wenn die Leute nicht mehr wissen. Wenn die Leute das Kesa nicht mehr haben und nicht mehr vermissen, können sie die Farbe und die Maße nicht kennen, und sie können es natürlich schon gar nicht tragen, geschweige denn nähen. Es ist etwas schwierig zu akzeptieren, wenn es heißt: Wo das Kesa ist, lebt das Zen. Die Seitenlinie hat es nicht erhalten. Dadurch bekommt das Kesa ein Gewicht, daß man vielleicht nicht haben will. Und dennoch ist es so. Dogen fährt fort: Seit langer Zeit wird das Kesa das Gewand der Befreiung genannt. Damit können wir alle Hindernisse, wie die der Leidenschaften und der Auswirkung vergangener Taten überwinden. [ Stille ] Die Wandlung zum Guten, die das Kesa bewirkt. (Das Rakusu ist auch ein Kesa, es ist Buddhas Gewand, ein Kleines.) Die Wandlung zum Guten, die das Kesa bewirkt hat unvorstellbare Ausmaße. Deshalb heißt es doch Feld des Glücks, Fuku Den; Fuku - Glück, wir wissen es, Den - Feld. Ein kleines Samenkorn von, sagen wir, Reis bringt tausende, tausende hervor. [ Stille ] Das Kesa, kann man warhaftig sagen, ist etwas ganz unalltägliches. Es ist eben die Pforte, durch die wir aus dem Alltagsbewußtsein zu Hishiryo gelangen. Wenn wir damit fortfahren, fortfahren, fortfahren, ist es eines Tages kein Unterschied mehr. Noch eine Minute. Kaijo. Notiert von Un-Fuku (Glückliche-Wolke).