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Der Dokusanraum war wirklich sehr schön eingerichtet besser als in Japan, besser als in Eheiji. Vielleicht hätte jemand eine Dokusanfrage stellen wollen und wusste nicht wie das geht und hat es dann nicht gemacht. Es gibt bald wieder Dokusan und es gibt jetzt noch ein verdecktes Mondo. Wir machen Zazen und wenn jemand eine Frage hat kann er nach vorne kommen und sie stellen. Ich versuche sie zu beantworten und anders als man meinen sollte: Wenn jemand nicht eine sehr charakteristische Stimme hat erkennt man die Stimme nicht.
Und wenn niemand eine Frage hat, dann machen wir einfach wunderbar Zazen, so ist es auf jeden Fall gut.
[...]
Grotesk wo ich die Knoten immer wieder aus der Schnur entferne, dass irgendjemand sie immer wieder reinmacht. Das ist wirklich abartig, ich weiss nicht wer das ist aber ich kann allmählich nicht glauben, dass sie von selber immer wieder reinkommen.
[...]
Konzentrieren sie sich auf die Ausatmung
[...]
(eine Person ist aufgestanden und kommt, um eine Mondofrage zu stellen)
Ja aber ihre Stimme wird man erkennen ...
Ich habe in einem Kusen von Meister Deshimaru gelesen, da kam seine Sekretärin ums Leben und er sagte das kommt davon, weil sie ihr Kesa nicht dabei hatte. Das Kesa sollte man immer mit sich tragen, und jetzt werden die Kesas und die Rakusus ja hier im Regal aufbewahrt. Warum ?
Tja, das ist eingerissen. Das ist wirklich ein Fehler. Also es ist nicht gemeint, dass man das grosse Kesa immer dabeihaben soll, aber das Rakusu: Ja.
Jetzt der gute Grund den manche Leute haben es hierzulassen: Sie sagen, es ist eine Großstadt, sie sind viel unterwegs, und man vergisst schnell mal eine Tüte in der U-Bahn. Wenn es hier bleibt passiert nichts, aber ganz genau soll man eigentlich, -und das hatten wir früher immer-, sollte man das Rakusu bei sich haben. In der Handtasche oder anhaben und ich habe auch immer mein Rakusu bei mir, aber das ist alter Stil, und so Sachen passieren, das Dharma setzt ein bischen Unkraut an.
Wie ist es in Japan ?
Das weiss ich nicht, denn ich war ja nur wenig in Japan und kenne nur geschlossene Tempel. Was also Leute machen die uns vergleichbar sind weiss ich nicht aber ich nehme an, also ich habe gesehen - Sie haben es ja auch gesehen - Meister Okamoto hat alles gemacht wie Meister Deshimaru es uns beigebracht hat. Also nehme ich an, dass es in Japan auch so ist und man auch da das Rakusu bei sich hat und es nicht ein kleines Regal im Dojo gibt. Für Kesa ja, das gab es auch in Paris, das gab es auch zu seinen Lebzeiten, aber für Rakusu nicht.
Und ganz sicher beschützt uns ein Rakusu vor Unfällen beim Autofahren und auch beim zu Fuß gehen. Und ich würde niemals eine weitere Strecke ohne Rakusu fahren, niemals. Aber Meister Deshimarus erste Sekretärin in Europa, ja ich rede mal nicht weiter...
Das passiert. Es passiert, dass komische Gewohnheiten einreissen und man muss sich darauf verlassen, dass irgendwann jemand eine kluge Mondofrage stellt und dass es sich von selbst wieder repariert. Die Selbstreinigungskraft - die Selbstreparierungskraft – des Dharma ist gross.
Es ist nicht nur bei uns. Es hat sich in mehr oder weniger allen Dojos eingebürgert, aber eigentlich sollten Sie Ihr Rakusu -oder wenn sie mehrere haben eines ihrer Rakusus- immer dabei haben und es trotzdem nie verlieren. Wenn sie Autofahren und parken das Auto wohin, sollten sie das Rakusu nicht darin lassen. Auf Reisen, wenn sie das Kesa dabei haben, sollten Sie es nicht im Auto lassen, noch nichtmal wenn sie auf dem Rastplatz eine Tasse Kaffee trinken gehen.
Das ist eine Regel. Sie muss zu Dogens Zeiten natürlich anders formuliert gewesen sein: Man lässt sein Rakusu nicht auf dem Maultier, auch wenn man nur auf der Hokkaido-Strasse mal eben kurz einen Tee trinkt.
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Ziehen Sie das Kinn zurück.
[...]
Ist Zazen ausschliesslich ein
Praxisweg oder auch ein Erkenntnisweg ?
Es ist ausschliesslich ein Praxisweg. Es ist ein entscheidender Unterschied, das versteht auch jeder Philosoph, zwischen Denken und Erfahren. Die Erweckung kann man nicht denken. Man kann aus den Beobachtungen der Zenmeister ein Philosophie-Denkgebäude destillieren. Das ist aber nicht Zen, das ist vom Zen beeinflusste Philosophie. Die kann sehr gut sein, und ich glaube dass es eine sehr gute Entwicklung ist, dass die Philosophie sich für Dogen zu interessieren beginnt.
Ich glaube, dass die Erkenntnis von PAI CH’ANG (jap. HYAKJO) auch als Denkstil ein sehr wesentlicher Einfluss sein könnte. Aber das wirkliche Zen ist Zazen, und das ist ein Erfahrungsweg.
Es gibt Leute die sehr viel bewirken und die nie Zazen gemacht haben und es gibt stumpfsinnige Zen-Leute die ihr ganzes Leben rumsitzen und nichts bewirken. Nur Denken ist eine unfruchtbare Sache, nur Praxis auch. Und aus der tiefsten Schau seiner Praxis heraus gesehen sieht man, dass man sie öffnen muss, da sie sonst implodiert.
Bei PAI-CH’ANGs Vorträgen, es ist nicht lange her da habe ich es schon einmal erzählt, da kam ein alter Mann, und nach dem Vortrag verschwand er wieder irgendwohin. Eines Tages blieb er noch da und drückte sich noch herum die anderen hatten die Halle schon verlassen, da fragte er Pai-Shan: „Ist ein erwecktes Wesen vom Karma befreit ?“ – „Natürlich nicht.“ - „Ah Gnade, das erleichtert mich dermassen. Vor 300 Leben war ich Zenmeister und bekam die Frage gestellt: ‚Ist ein erwecktes Wesen vom Karma befreit ?’ Und was sage ich Trottel, ich sage: ‚Ja’. Und für die dämliche Antwort musste ich 300 Leben als Fuchsgeist verbringen und sie haben mich jetzt erlöst.“
Wenn sie diese Geschichte nicht unmittelbar verstehen, so lassen sie sie sacken. Sie werden sie später verstehen. Sie hat sehr viel damit zu tun, dass man denken und praktizieren muss.
Dass man praktizieren und noch was tun muss was nicht auch Praxis ist aber nicht nur geschlossen.
Er hat sich ausbedungen dass wo er seine 300 Leben jetzt hinter sich hat und sterben darf, dass man ihn bitte beerdigen möchte. Und er hat beschrieben wo in der Landschaft hinter dem Hügel man seine Leiche finden würde und PAI CH’ANGs Schüler sind hingegangen und fanden nur einen Fuchs.
Das Ende können sie sich von den anderen erzählen lassen, die die Geschichte kennen.
[...]
Noch 2 Minuten. Der Rest ist Rabatt, aber bewegen sie sich nicht.